Geschichte

Das gesungene Lob Gottes hat in unserem Land eine tausendjährige Tradition. Vor allem die Klöster pflegten damals Musik und Gesang im Gottesdienst. Seit etwa 450 Jahren lassen sich in Pfarrgemeinden unserer Erzdiözese Sängerchöre urkundlich nachweisen. Obwohl Kriege und Seuchen das Land heimsuchten, fanden sich immer wieder Menschen zum Lob Gottes zusammen.

Die Zeit der Aufklärung und die Säkularisation nach dem Jahr 1803, die damit verbundene Auflösung der Klöster, die Aufhebung der Bistümer und der geistlichen Fürstentümer brachte einen Niedergang der Kirchenmusik und in vielen Gemeinden das Ende einer reichen kirchenmusikalischen Praxis mit sich.

Die Cäcilianische Bewegung des 19. Jahrhunderts setzte sich für die Erneuerung der Kirchenmusik, vor allem des Kirchengesangs, ein. Dies führte im Jahr 1868 zur Gründung des "Allgemeinen Cäcilienvereins für die Länder der deutschen Zunge" und zur Gründung der Kirchenmusikschule in Regensburg im Jahr 1874.

Am 7. Oktober 1878 wurde der Cäcilienverband der Erzdiözese Freiburg bei der Generalversammlung der Cäcilienvereine in Freiburg gegründet.

In vielen Gemeinden entstanden neue Cäcilienvereine. Es wurden auch schon bestehende Kirchenchöre als Cäcilienvereine neu gegründet.

1892 wurden die ersten kirchenmusikalischen Fortbildungskurse durchgeführt. Damals gehörten dem Verband bereits 239 Chöre an.

1932 waren 500 Kirchenchöre in der Erzdiözese Mitglieder im Cäcilienverband.

Seit 1934 gehören durch eine Verfügung des Erzbischöflichen Ordinariats alle Kirchenchöre in der Erzdiözese dem Cäcilienverband an.

1949 gab die Generalversammlung des Cäcilienverbands einen neuen Impuls für die Arbeit der Kirchenchöre in der Nachkriegszeit.

1963 -1965 bekamen die Kirchenchöre durch das 2. Vatikanische Konzil eine besondere Bedeutung bei der Mitgestaltung der Liturgie.

Durch das neue kirchliche Gesetzbuch CIC von 1983 war eine rechtliche Neuerrichtung des Verbands und eine Neufassung der Satzung nötig.

Sie wurde 1999 durch die Generalversammlung beschlossen und durch den Hochw. Herrn Erzbischof Oskar Saier am 29. März 2000 vorgenommen.